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60 People – die Geschichte zum Lied

Cover 60 People

2008

Mit unserer Ghost City Band erleben wir herrliche Zeiten. Zahlreiche Auftritte, viele Fans. Als Saloonband treten wir öfter im Ghost City Saloon in Haag am Hausruck auf. Das ist das Vereinslokal der Country Freunde Haag.
Nach den Konzerten ist gemütliches Beisammensein angesagt. Da fällt ein Gast auf, der in Tschechien ein „Westernhotel“ mit Restaurant betreibt.
Er zaubert in der Vereinsküche Steaks mit delikaten Saucen und wir sind begeistert.
Wir haben schon viele Fans und haben vor uns bei diesen zu bedanken. Es entsteht die Idee, einen Vereinsausflug zu organisieren. Wir werden zu einem Ausflugswochenende mit Musik und Sightseeing einladen.
Der „Herr Wirt“ aus Tschechien erzählt von seiner Music Hall und dass er dort ein Countryfest mit uns als Musicact veranstalten wird. Das klingt nach einer gelungenen Idee für den Wochenendtrip.
Wir freuen uns auf ein Konzert im Nachbarland, um die Fangemeinde zu vergrößern und unseren Freunden ein musikalisches und kulinarisches Wochenende zu bereiten.
In diesem Hotel sind 15 Ferienappartements verfügbar. Somit wird es kein Problem sein, alle Gäste unterzubringen.

Der Ausflug: „we took a big bus ride“



Wir planen: Ein Bus wird reserviert und die ersten Anmeldungen für den vielversprechenden Ausflug werden getätigt.
„Zwei Tage Fanausflug mit der Ghost City Band nach Tschechien. Unterbringung im Westernhotel am Lipnostausee, Besichtigung Krumau und vieles mehr“.
Es wird eine Tour werden, die man nicht vergisst 🙂

Wir haben in dieser Zeit für einen kommenden Gig eine Aushilfe am Schlagzeug. Um diesem Musiker zu ermöglichen, uns kennenzulernen, laden wir ihn ein, dabei zu sein. Es wird speziell werden.

Frohgelaunt starten wir vom Ghost City Saloon in Haag. Der Ausflug ist ausgebucht, die Musikanlage verstaut.
Das Westernhotel liegt an einem Waldrand oberhalb des Lipnostausees. Nach einer staufreien Anreise ist dort das Mittagessen geplant. Bei diesem werden wir schon etwas stutzig. Anstatt frisch zubereiteter böhmischer Küche wird in Warmhaltecontainern zugeliefert. Geschmacklich: Viel Sauce mit wenig Inhalt.
Na ja, aber die Steaks am Abend werden sicher vorzüglich sein. Wir sind optimistisch.
Beim Mittagessen war ausreichend Brot dabei, deshalb geht es gut gestärkt nach Krumau, und wir besichtigen diese historische Stadt. Viele Lokale bieten dort hervorragendes Essen an. In Erwartung der abendlichen Steaks begehen wir den Fehler in Krumau NICHT zu speisen.

60 people and 30 beds



Wieder zurück im Hotel werden die Zimmer bezogen. Es folgt die nächste Überraschung. 4er Appartements mit nur zwei Betten und zwei ausziehbaren Liegesesseln. Eng und schmal. Die Handtücher sind neu gekauft und noch nie gewaschen und hinterlassen vor allem bei den Männern Fusseln im Gesicht.
Wir bauen die Musikanlage in der Music Hall auf. Eine geräumige Bühne und ein großer Saal mit Ostflair.

Here is the hotel here it’s fine



Die mitgereisten Fans und Freunde finden sich gegen Abend dort ein und wir freuen uns auf das Konzert.
Es wird immer später, aber es kommen keine Gäste? Seltsam, an der Eingangstür hängt ein Zettel mit unserem Bild und es steht irgendetwas von „Americana“ usw.
Wir haben bei den Mitreisenden ein Mädchen dabei, das Tschechisch versteht, und lassen den Aushang übersetzen.
„Geschlossene Gesellschaft“. Na bumm, nun wissen wir, wieso keiner kommt. Der „Herr Wirt“ war zu faul, die versprochene Veranstaltung zu organisieren.
Jetzt ist es zu spät. Wir beschließen, ein erstklassiges Konzert nur für unsere mitgereisten Fans und Freunde zu geben. Das perfekte Dankeschön für die Treue.
Wir spielen zum Aufwärmen ein Set und erwarten in der Pause die Steaks, so wie sie im Saloon in Haag präsentiert wurden.
Es gibt im Hotel eine große, geräumige Küche. Der „Herr Wirt“ schont diese und richtet die Steaks mit zwei kleinen Pfannen her. Anstatt frischem Salat wird Kraut aus der Dose vorgesetzt. Die nicht vorhandenen schmackhaften Saucen werden durch Ketchup ausgeglichen.



„60people and two pans“


Die letzten der Reisegruppe erhalten aufgrund dieser schleppenden Vorgangsweise um 1 Uhr früh ihr Essen. Die Steaks sind zäh und liegen schwer im Magen.
Wir ärgern uns, da der Plan den Freunden und Fans ein unvergessliches Wochenende zu bereiten zu scheitern droht. Unvergesslich wird es auf jeden Fall bleiben.
Wir musizieren einige Stunden. Großartige Stimmung und es kommt Freude auf. Die Mitreisenden sind verständnisvoll, da sie wissen, dass die Schuld nicht bei uns liegt.
Unser „Leihschlagzeuger“ empfiehlt sich an diesem Abend nicht mehr weiter. Er zieht es vor, ohne Rücksicht jede Frau anzubaggern, und mit primitiven Sprüchen zu belästigen.
Er bekommt eine „Spezialbewachung“ um dieses Verhalten für den Rest der Tour zu unterbinden. Wir haben leider nach dem Ausflug noch einen Auftritt mit ihm. Nach diesem wird die Zusammenarbeit beendet.
Das Getränkeservice ist mangelhaft. Nur eine Kellnerin hat noch ein bisschen den Überblick.
Am Ende des Abend die nächste Herausforderung: Die Bezahlung der Getränke und Speisen. Der „Herr Wirt“ hat nur einen Bediensteten an der Kasse sitzen. Dieser ist mit der Tätigkeit hoffnungslos überfordert. Es dauert ewig!

Spätabend begeben wir uns in die „Luxusppartements“ und versuchen zu schlafen. Das gelingt bei diesen speziellen Betten nicht allen.
Das Frühstück: schwarzer Kaffee, ein paar Wurstplatten, die vom „Herrn Wirt“ mit der bloßen Hand „Wildwest“ befüllt werden. Ein paar der Mitreisenden setzen gleich auf Desinfektion und bemühen frühmorgens die Schnapsbar.

They are glad to be here at all



Unsere Freunde nehmen aber alles mit Humor und lachen. Daher meint der Chef des Hauses fälschlicherweise, dass es uns beim ihm gefallen hat.
Die Musikanlage ist wieder verstaut und wir sind froh die Heimreise anzutreten. Ein Zwischenstopp in Vyssi Brod zum Mittagessen. Dieses ist köstlich und schmackhaft. Nur leider verweigert das Gasthaus das Dessert. Es gibt kein Eis, keine Palatschinken, nichts. Jetzt freuen wir uns wirklich wieder nach Österreich zu kommen.
An diese Tage erinnern sich die Teilnehmer noch immer. Selten erlebt man solche Ausflüge. Es ist aber gleichzeitig eine Verbindung durch das gemeinsam Erlebte zwischen uns und den mitgereisten Fans und Freunden entstanden.

Es werden auch später von uns Fantouren organisiert. Bei einem davon in die Steiermark hat z.b. alles reibungslos funktioniert. Von diesem Ausflug gibt es fast nichts zu erzählen, außer dass er gelungen war.

Das Hotel am Lipnostausee wird jetzt von jemand anderem geführt und ist ein beliebtes Sporthotel.

Ich schreibe nach dem Ausflug das Lied zu dieser Geschichte. Wir spielen es einige Jahre im Liveprogramm der Ghost City Band. Zur Erinnerung an ein Wochenende im Ausnahmezustand 🙂
2020 ist es soweit: Der Song wird von mir arrangiert, MILO POPOVIC singt es und spielt dazu seine grandiosen Gitarren ein.
Verlegt bei AMAZ-MUSIC FACTORY

Video 60 People

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Ich freue mich auch wenn ihr meine Webseite besucht: www.maximilian-zauner.info

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#maximilianzauner #milopopovic #amazmusicfactory #edgarpelz #ghostcityband #countryfreundehaag

Die 60er Jahre – noch analog

1962

Der Kalte Krieg tobt, die Rolling Stones gründen ihre Band, die Beatles nehmen ihre erste Platte auf, Marilyn Monroe stirbt – und ich werde geboren.
Dieses Jahrzehnt ist geprägt von wirtschaftlichem Aufschwung.
Es fahren wenige Autos, die Straßen sind geschottert und es herrscht eine gewisse Gelassenheit.

VW-Käfer


Der Kern des sozialen Lebens ist die Dorfgemeinschaft. Es gibt einen Ortsplatz, viele Geschäfte, Handwerker und man ist damit zufrieden.
Ein Telefon ist nicht in jedem Haushalt vorhanden. Eine öffentliche Telefonzelle im Postamt wird für wichtige Gespräche verwendet.

Wie konnte das alles funktionieren?

Es werden sich viele fragen, wie hat das funktioniert? Wie hat man sich in dieser Zeit getroffen, wie konnte man Menschen kennenlernen?
Die Antwort: Genauso wie jetzt. Nur anstatt mit Whatsapp und Co. erledigt man diese Absprachen persönlich.

Treffpunkte gibt es viele. Am Sonntag nach dem Kirchgang, im Freibad, auf Bankerl im Ortsgebiet, auf dem Fußballplatz, im Wald.
Dort erlebt man unvergessliche Stunden und es werden die weiteren Zusammenkünfte geplant. Pünktlich zu sein liegt in der Eigenverantwortung!

Erste Liebe:

heimliche Treffen

Die ersten zarten Annäherungen zwischen Jungs und Mädchen finden im Alltag statt. Ein Besuch zuhause bei der Angebeteten ist nicht immer problemlos. Die Zugangsbeschränkung „Eltern“ ist zu überwinden. Treffen sind deswegen oft nur geheim möglich.
Eine wichtige Frage in diesen Jugendjahren ist, wenn man das Mädchen seiner Träume gefunden hat: „Willst Du mit mir gehen“.

Musikidole sind nur im Radio zu hören. Jeden Freitag gibt es um 18 Uhr eine Hitparade auf einem Sender für Jugendliche .

altes Radio

Das Radio ist eine Hauptinformationsquelle in dieser Zeit. Nachrichten, Sendungen für Autofahrer, Hörspiele, Glückwunschsendungen und vieles mehr läuft auf den wenigen öffentlichen Stationen.

Uraltfernseher


Einen Fernseher gibt es in den wenigsten Häusern. Man trifft sich beim Dorfgasthaus um gemeinsam zu schauen.
Es ist eine Sensation wenn jemand aus dem Ort im Radio oder TV zu sehen oder zu hören ist. Das sind die „Local Heroes“

Es ist im Vergleich zu heute vieles nicht mehr so wie in den 60ern. Wenn man genauer hinsieht, ist jedoch kein so großer Unterschied. Was früher ohne High Tech geschehen ist, ist heutzutage in einer anderer Art und Weise verfügbar.
Meine Generation hat die elektronische Revolution in einem Rekordtempo durchlebt.

Ich erzähle in kurzen Episoden, wie ich die Kindheit und Jugend ohne Elektronik erlebt habe und wie diese Situationen im Vergleich zu heute aussehen.

55+ digital – Na und?

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Musikproduktionen YOU TUBE

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2020 – „CORONA BLUES“ der HOME OFFICE GANG

Der Beginn einer wunderbaren Zusammenarbeit

Cover

Seit meinem 14. Lebensjahr schreibe ich Texte und komponiere die Musik dazu. Es hat sich daher in den Jahren umfangreiches Material angesammelt.
Ich habe mir schon lange vorgenommen, einige der Songs zu veröffentlichen. Dies scheiterte hauptsächlich an der Zeit und den notwendigen Ressourcen.


Die Lieder sind alle im Verlag AMAZ-MUSIC FACTORY geführt. EDGAR PELZ und SIBYLLE STAUDACHER kümmern sich da hervorragend um mich.
Ich habe für die geplanten Produktionen eine Vorstellung betreffend Arrangement und Interpreten. Die dazu benötigten Musiker sind aber vielbeschäftigt.

Das Musikprojekt:



Im März 2020 sieht alles plötzlich anders aus. Aus bekannten Gründen haben die Musiker keine Aufträge mehr und somit viel „Freizeit“. Ich erkenne diese Situation, traue mich aber noch nicht diese anzusprechen.
Der Zufall machts möglich: MILO POPOVIC, einer der besten Gitarristen, derzeit bei der i-Bänd, schreibt mir, dass ihm fad ist 🙂
Ich unterbreite ihm den Vorschlag, bei einem Lied von mir die Sologitarre einzuspielen. Somit ist der Kontakt nach Jahren wieder hergestellt.
Ein, zwei Tage später fragt mich MILO, ob es möglich ist, mit vielen verschiedenen Musikern, die ihre Parts zuhause aufnehmen, ein Lied zu produzieren.
PAPA JOE, ein begnadeter Bluesmusiker aus Mattighofen hat einen aussagekräftigen Text geschrieben, MILO POPOVIC die Musik dazu.
„Klar“, sage ich, „Das ist kein Problem“. Wir besprechen kurz die technischen Notwendigkeiten, wie Synchronität der Spuren usw. und ich bin voller Erwartung.
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Soundmix von Musikproduktionen und übe fleißig an diversem Material, welches ich für Imagevideos von Musikern verwende.
Jetzt kommt die große Chance mit unzähligen Audiospuren zu arbeiten. Ich habe erst herausgefunden, wie ich Instrumente und Vocals im Raum trenne, freue mich darüber . Wie lässt sich das in der Praxis umsetzen?

Mein erster Soundmix:


Nacheinander erhalte ich die Tonspuren (dank dem schnellen Internet): Bass, Saxophon, Keyboard, Sologitarren, Klavier, Mundharmonika und einige Gesangsspuren. Das Grundplayback haben wir mit „Band in a Box“ erstellt. Mit dieser Software wird akkordbasiert gearbeitet. 140 Profimusiker (wie z.B. Brent Mason) haben hier alle möglichen Varianten in tausenden verschiedenen Styles aufgenommen. Ich stelle den Grundgroove des Songs mit „Lieblingsmusikern“ zusammen und habe somit die Referenzspur für die anderen Aufnahmen.

Projekt in Cubase

Die Software „Cubase“ ist für die weitere Vorgehensweise eine sehr gute Wahl. Es gibt in dieser digitalen Mischumgebung nichts, was man nicht bewerkstelligen kann.
Am Anfang der Mixsession klingt noch alles etwas durcheinander, aber im Laufe der Stunden kommt Transparenz in das Projekt. Ich benutze zur Hilfestellung neben anderen Quellen auch das Buch „Your mix sucks“ von Marc Mozart, einem deutschen Musikproduzenten, und arbeite mich Schritt für Schritt durch das Arrangement. Ziel ist ein homogener Sound. Dazu verwende ich unzählige Plugins, auch zur Visualisierung der Frequenzbereiche.


Mein „Homestudio“ ist ein Bereich im Wohnzimmer und somit nicht mit großen, professionellen Studios zu vergleichen. Deswegen wird bei mir auch nur der Mix produziert. Das „Mastern“ wird in einem Profi-Studio in Salzburg erledigt. Beim „Mastern“ wird das Lied nochmal feingetunt und für die Veröffentlichung aufbereitet (Lautstärke usw.)
Freudig sende ich nach ca 2 Tagen den ersten Mix an MILO und EDGAR. Das Feedback lässt erahnen, dass ich auf dem richtigen Weg bin.
Dieser Mix ist gleichzeitig die Vorlage für die teilnehmenden Musiker die Handyvideos zu drehen. Diese werden dann von mir an den passenden Stellen ins Musikvideo eingefügt.
Insgesamt wird das Projekt von der Idee bis zur Veröffentlichung nicht mal 10 Tage brauchen.

Von der Idee zu Fertigstellung:


Beim Anhören der durch PAULHEINZ gemasterten Version freuen wir uns sehr, dass uns dieses Ergebnis mit geringen Mitteln (Zero-Budget) gelungen ist.
Das Cover wird von mir erstellt. Der Upload des Videos in You Tube erfolgt zeitnah. Das Release in den gängigen Download- und Streamingportalen wird später über den Anbieter „FEIYR“ bereitgestellt. Die teilnehmenden Personen sind im Abspann des Videos ersichtlich.
Dieser reibungslos funktionierende Weg der Zusammenarbeit lässt uns beschließen auch in Zukunft derartig zu kooperieren.
Wir decken alle Bereiche ab: Musik, Video, Cover, Produktion und Release inkl. Verlag.
Mich freut es besonders, dass ich durch dies wieder mit VICKY SCHARINGER in Kontakt gekommen bin. Sie ist eine begnadete Sängerin mit sehr viel Charme. Wir werden uns die nächste Zeit in mehreren Projekten über den Weg laufen.

Seit dem 14. Lebensjahr trage ich diese Wünsche mit mir. Im Jahr 2020 ist es Wirklichkeit: Die erste Audioproduktion von mir, die veröffentlicht wird. Es werden noch einige folgen, dazu ein andermal 🙂
VIDEO CORONA BLUES
DOWNLOAD und STREAMING CORONA BLUES
Wenn ihr Interesse an unseren Produktionen habt, auf meiner Webseite
www.maximilian-zauner.info könnt ihr ihr mehr erfahren.

#milopopovic #edgarpelz #vickyscharinger #maximilianzauner #coronablues #homeofficegang

RADURLAUB im ROSENTAL KÄRNTEN – Keutschacher Seenrunde

Ein neuer Tag

Sonntagmorgen und die Sonne blinzelt durch die zugezogenen Vorhänge des Rosenzimmers. Der erste Weg führt auf den Balkon und jetzt sehen wir die wahre Schönheit der Hotelanlage.

Landhotel Rosentaler Hof


Liebevoll gestaltete Kräutergärten mischen sich mit Sitzgruppen, Liegen, einem Swimmingpool und vielen schattenspendenden Bäumen. Ein Areal, das bestens geeignet ist um die Seele baumeln zu lassen.
Jetzt fehlt zum vollkommenen Urlaubsglück nur das perfekte Frühstück.


Wir verlassen gutgelaunt das Zimmer und machen uns auf den Weg. Vorbei an der Rezeption „Guten Morgen, haben sie gut geschlafen“ und ein Lächeln. Die nette Dame von gestern ist schon wieder auf ihrem Platz.

Ein gelungenes Frühstück


Das Restaurant ist räumlich zweigeteilt. Dadurch ist es ruhig, wenn alle Tische besetzt sind. Entlang des endlos scheinenden Frühstücksbuffets erreichen wir unseren Platz. Ein wichtiger Aspekt bei jedem Urlaub ist immer das erste Frühstück. Es ist gar nicht so einfach gleich alles zu finden. „Das schaut ja gut aus“ flüstert meine Frau. Der nächste Blick gilt dem Kaffeeautomaten. Das beste Frühstück ist ohne guten Kaffee nichts wert. Dies ist aber nur meine subjektive Meinung 🙂


Da wir Frühaufsteher sind, ist die „Menschenmenge“ vor dem Automaten überschaubar und ich betrachte die vielen Tasten, die auf dem modernen Gerät vorhanden sind. Eine Beschriftung gefällt mir besonders: „Häferlkaffee“ das wird’s sein, denke ich und nehme zur Vorsicht die größte der bereitstehenden Tassen.

Und er ist wirklich sehr gut der Kaffee 🙂


Eine Brötchenvielfalt von Vollkorn bis Schwarz- und Weißbrot. Hier ist für alle Wünsche vorgesorgt. Butter, Marmelade, Wurst, Eier – einladend präsentiert.
Das passt, stellen wir fest: Zimmer, Tee und Kuchen, Abendessen und Frühstück sind perfekt, und das Wetter: Sonnenschein.


Die Menükarte auf dem Tisch wird vorsichtig geöffnet und wir schauen nach was es am Abend geben wird. Dieses Geheimnis lüften wir nicht, aber es war immer schmackhaft und ausreichend.
Gestärkt schlendern wir zur Rezeption und holen das vorbestellte Lunchpaket ab.

Landhotel Rosentaler Hof – optimale Lage

Ich frage höflich bei der netten Dame, ob sie einen Tipp für uns hätte: „Wir möchten gerne ins „Keutschacher Seental“ fahren“. Sie lächelt und holt eine riesige Mappe und schon haben wir einen Tourenplan in Händen. Die Route ist eingezeichnet. Ein perfekter Start zur ersten Radtour im Rosental.


Das Landhotel Rosentaler Hof liegt direkt am Drauradweg. Aus diesem Grund sind sämtliche Touren ins Drautal oder zu den Seen ohne komplizierte Anfahrtswege leicht machbar.
Wir holen unsere Räder aus dem Fahrradraum und haben gleich ein Problem: Die Akkus erkennen den Bordcomputer nicht , oder umgekehrt. Liegt vermutlich an der „nassen“ Anreise. Ich erinnere mich, dass es beim Akku einen Resetknopf gibt. Und es funktioniert.
Wäre aber kein Problem gewesen. Beim Hotel gibt es einen Reparaturplatz mit Werkzeug. Kleineres erledigt der Chef des Hauses. Bei größeren Defekten wird das Rad zu einer Werkstatt gebracht. Als Zusatzbonus gibt es einen Pannendienst. Im Umkreis von ca 20 KM wird man abgeholt.

Derartig beruhigt starten wir unsere Tour Richtung Norden.
Nach ein paar Metern befinden wir uns bereits auf dem Drauradweg.
Ein romantischer Weg entlang eines Seitenarmes lässt in uns ein Gefühl der Freiheit entstehen. Vorbei an der Keltenwelt „Frög“,hinunter zum Tierpark Rosegg, beides attraktive Ausflugsziele, überqueren wir in Rosegg die Drau. Nach einer Steigung halten wir uns rechts Richtung Velden. Nach ca. 1,5 km ein großer Kreisverkehr – hier biegen wir rechts in die Keutschacherstrasse ein.

Idyllisches Tal

Das richtige Tal ist gefunden und wir radeln in dieser schönen Landschaft.
Radwege, Gehsteige, teils Straße, sehr angenehm zu fahren.
Einige Zeit im Blickfeld: der Pyramidenkogel. Ein mächtiger neu errichteter Aussichtsturm. Da wir aber an diesem Tag noch einiges vorhaben, lassen wir diesen „links“ liegen.
Zwei große Seen, der Hafnersee und der Keutschachersee liegen auf der Route. Leider sind diese Seen großteils verbaut und es ist schwierig einen freien Blick darauf zu bekommen. Am besten ist es in einem der Strandcafes in den Campingplätzen einzukehren und von dort die Seen aus der Nähe zu betrachten.

Moorturm Keutschach

Eine kurze Wegstrecke nach Keutschach steht ein sehenswerter Holzturm. Auf diesem kann man die grandiose Moorlandschaft bewundern. Auf dem gemütlichen Radweg kommen wir am Bassgeigensee vorbei. Ein mystischer, kleiner Moorsee inmitten der Natur. Kurz darauf der Rauschelesee mit Strandbad. Am Ende des Seentales sind die Treimischer Teiche.

Treimischer Teiche

Diese konnten wir ungehindert anfahren.
Der optimale Platz für eine kleine Stärkung. Von nun an geht es bergab und wir erreichen Klagenfurt-Viktring.
Jetzt ist es für uns Zeit in Richtung Süden zu unserem heutigen Zwischenziel
abzubiegen .

Maria Rain


Wir radeln nach „Maria Rain“, einer bekannten Wallfahrtskirche. Wir biegen im Stadtgebiet etwas zu früh ab und finden nicht sofort den richtigen Radweg. Leider ist in diesem Gebiet die Beschilderung noch etwas verbesserungswürdig. Maria
Andererseits entdeckt man bei solch kleinen Umwegen auch sehr viele interessante Ortschaften und markante Aussichtspunkte. Wichtig ist, dass die Richtung stimmt. So erreichen wir doch relativ schnell „Maria Rain“.

Maria Rain

Die sehenswerte Wallfahrtskirche und der fulminante Ausblick ins Drautal lassen in uns Freude aufkommen. Ein Kerzerl in der Kirche und wir fahren weiter. Jetzt müssen wir hinunter ins Drautal. Dies scheint schwieriger zu sein als es auf den ersten Blick aussieht.

Kleine „Irrfahrt“


Wir besichtigen im Zuge unserer „Irrfahrten“ den Ort bis zur Bundesstraße und entdecken eine Kraftwerksbaustelle. Der richtige Weg ist da noch nicht dabei.
Als wir zum dritten Mal an einer kleinen Kreuzung vorbeikommen, entdecken wir versteckt hinter einer Hecke die Beschilderung des Radweges.
Dieser Weg geht sehr steil in Serpentinen bergab und ist sicherlich bei Regenwetter schwierig zu befahren. Endlich sind wir an der Drau. Über das Kraftwerk „Ferlacher Stausee“ überqueren wir diese und sind somit am „echten“ Drauradweg.
Jetzt trennen uns noch ca 30 km vom Rosentaler Hof. Die Gefahr, dass wir uns nochmals verirren, scheint gebannt.

Entlang der Drau

Diese Strecke ist sehr interessant, schräge Brücken, kleine Buchten, Schotterfelder.
All dies ist entlang des Drauradweges zu sehen.
An diesem Tag hat unser Akku schon sehr viel leisten müssen. Daher nehmen wir uns nicht die Zeit einzelne Ortschaften zu besichtigen.

Dies wird an einem der folgenden Tage geschehen – bei einer „Fahrt ins Blaue“.

In der Nähe des Laufkraftwerkes Feistritz im Rosental gibt es die Möglichkeit auf die andere Seite der Drau zu wechseln und über Ludmannsdorf zur Brücke Selkach zu fahren. Diesen Weg haben wir ebenfalls bei unserer „Fahrt ins Blaue“ begutachtet.


Wir schaffen es trotzdem beim Draublickweg in St. Jakob im Rosental den Radweg zu „verlieren“. Das kommt vom Plaudern während der Fahrt 🙂
Wir radeln durch diesen wunderschönen Ort und erreichen mit letzter „Akkukraft“ das Landhotel Rosentaler Hof.
2 km Restreichweite, so knapp war es schon lange nicht mehr.

Relaxen


Die Fahrräder kommen in den Abstellraum, die Akkus an die Ladestation.
Wir freuen uns schon sehr auf den obligaten „Tee mit Kuchen“. Diesmal im parkähnlichen Gastgarten des Hotels. Schattenspendende Bäume, Bankerl, Hängesessel und gemütliche Tische lassen uns die wohlverdiente Stärkung genießen. Echte Gastgartenstimmung, nach den Regentagen ein Genuss!

Landhotel Rosentaler Hof – Gastgarten


Wir haben noch genügend Zeit bis zum Abendessen und begeben uns in den Hotelpark. Komfortable Liegen unter den Bäumen, ein großer Swimmingpool. Ruhe und Entspannung pur. Genauso stellt man sich Urlaub vor.

Landhotel Rosentaler Hof – Swimmingpool

Relaxt genießen wir anschließend unser 5-Gänge Abendmenü. Vortrefflich und abwechslungsreich.

Jetzt fehlt nur noch die optimale Runde für den Verdauungsspaziergang. Gleich neben dem Hotel geht eine kleine Straße Richtung Drau. Schöne Wohnhäuser, alte Bauernhäuser – bei einer Weggabelung zweigen wir auf die andere Seite des Mühlbaches und spazieren wieder Richtung Hotel. Bei einem kurzen Gespräch mit einem Einheimischen freuen wir uns, dass wir einerseits als Gäste willkommen sind und andererseits ein so schönes Stück Österreich gefunden haben.
Müde, aber glücklich kommen wir wieder in unser Rosenzimmer – und die Idee zur Tour des nächsten Tages nimmt Gestalt an – es wird der Ossiacher See sein.
Mit diesen Gedanken schlafen wir ein – und wir schlafen gut!

www.maximilian-zauner.info

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