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RADURLAUB im ROSENTAL KÄRNTEN – Keutschacher Seenrunde

Ein neuer Tag

Sonntagmorgen und die Sonne blinzelt durch die zugezogenen Vorhänge des Rosenzimmers. Der erste Weg führt auf den Balkon und jetzt sehen wir die wahre Schönheit der Hotelanlage.

Landhotel Rosentaler Hof


Liebevoll gestaltete Kräutergärten mischen sich mit Sitzgruppen, Liegen, einem Swimmingpool und vielen schattenspendenden Bäumen. Ein Areal, das bestens geeignet ist um die Seele baumeln zu lassen.
Jetzt fehlt zum vollkommenen Urlaubsglück nur das perfekte Frühstück.


Wir verlassen gutgelaunt das Zimmer und machen uns auf den Weg. Vorbei an der Rezeption „Guten Morgen, haben sie gut geschlafen“ und ein Lächeln. Die nette Dame von gestern ist schon wieder auf ihrem Platz.

Ein gelungenes Frühstück


Das Restaurant ist räumlich zweigeteilt. Dadurch ist es ruhig, wenn alle Tische besetzt sind. Entlang des endlos scheinenden Frühstücksbuffets erreichen wir unseren Platz. Ein wichtiger Aspekt bei jedem Urlaub ist immer das erste Frühstück. Es ist gar nicht so einfach gleich alles zu finden. „Das schaut ja gut aus“ flüstert meine Frau. Der nächste Blick gilt dem Kaffeeautomaten. Das beste Frühstück ist ohne guten Kaffee nichts wert. Dies ist aber nur meine subjektive Meinung 🙂


Da wir Frühaufsteher sind, ist die „Menschenmenge“ vor dem Automaten überschaubar und ich betrachte die vielen Tasten, die auf dem modernen Gerät vorhanden sind. Eine Beschriftung gefällt mir besonders: „Häferlkaffee“ das wird’s sein, denke ich und nehme zur Vorsicht die größte der bereitstehenden Tassen.

Und er ist wirklich sehr gut der Kaffee 🙂


Eine Brötchenvielfalt von Vollkorn bis Schwarz- und Weißbrot. Hier ist für alle Wünsche vorgesorgt. Butter, Marmelade, Wurst, Eier – einladend präsentiert.
Das passt, stellen wir fest: Zimmer, Tee und Kuchen, Abendessen und Frühstück sind perfekt, und das Wetter: Sonnenschein.


Die Menükarte auf dem Tisch wird vorsichtig geöffnet und wir schauen nach was es am Abend geben wird. Dieses Geheimnis lüften wir nicht, aber es war immer schmackhaft und ausreichend.
Gestärkt schlendern wir zur Rezeption und holen das vorbestellte Lunchpaket ab.

Landhotel Rosentaler Hof – optimale Lage

Ich frage höflich bei der netten Dame, ob sie einen Tipp für uns hätte: „Wir möchten gerne ins „Keutschacher Seental“ fahren“. Sie lächelt und holt eine riesige Mappe und schon haben wir einen Tourenplan in Händen. Die Route ist eingezeichnet. Ein perfekter Start zur ersten Radtour im Rosental.


Das Landhotel Rosentaler Hof liegt direkt am Drauradweg. Aus diesem Grund sind sämtliche Touren ins Drautal oder zu den Seen ohne komplizierte Anfahrtswege leicht machbar.
Wir holen unsere Räder aus dem Fahrradraum und haben gleich ein Problem: Die Akkus erkennen den Bordcomputer nicht , oder umgekehrt. Liegt vermutlich an der „nassen“ Anreise. Ich erinnere mich, dass es beim Akku einen Resetknopf gibt. Und es funktioniert.
Wäre aber kein Problem gewesen. Beim Hotel gibt es einen Reparaturplatz mit Werkzeug. Kleineres erledigt der Chef des Hauses. Bei größeren Defekten wird das Rad zu einer Werkstatt gebracht. Als Zusatzbonus gibt es einen Pannendienst. Im Umkreis von ca 20 KM wird man abgeholt.

Derartig beruhigt starten wir unsere Tour Richtung Norden.
Nach ein paar Metern befinden wir uns bereits auf dem Drauradweg.
Ein romantischer Weg entlang eines Seitenarmes lässt in uns ein Gefühl der Freiheit entstehen. Vorbei an der Keltenwelt „Frög“,hinunter zum Tierpark Rosegg, beides attraktive Ausflugsziele, überqueren wir in Rosegg die Drau. Nach einer Steigung halten wir uns rechts Richtung Velden. Nach ca. 1,5 km ein großer Kreisverkehr – hier biegen wir rechts in die Keutschacherstrasse ein.

Idyllisches Tal

Das richtige Tal ist gefunden und wir radeln in dieser schönen Landschaft.
Radwege, Gehsteige, teils Straße, sehr angenehm zu fahren.
Einige Zeit im Blickfeld: der Pyramidenkogel. Ein mächtiger neu errichteter Aussichtsturm. Da wir aber an diesem Tag noch einiges vorhaben, lassen wir diesen „links“ liegen.
Zwei große Seen, der Hafnersee und der Keutschachersee liegen auf der Route. Leider sind diese Seen großteils verbaut und es ist schwierig einen freien Blick darauf zu bekommen. Am besten ist es in einem der Strandcafes in den Campingplätzen einzukehren und von dort die Seen aus der Nähe zu betrachten.

Moorturm Keutschach

Eine kurze Wegstrecke nach Keutschach steht ein sehenswerter Holzturm. Auf diesem kann man die grandiose Moorlandschaft bewundern. Auf dem gemütlichen Radweg kommen wir am Bassgeigensee vorbei. Ein mystischer, kleiner Moorsee inmitten der Natur. Kurz darauf der Rauschelesee mit Strandbad. Am Ende des Seentales sind die Treimischer Teiche.

Treimischer Teiche

Diese konnten wir ungehindert anfahren.
Der optimale Platz für eine kleine Stärkung. Von nun an geht es bergab und wir erreichen Klagenfurt-Viktring.
Jetzt ist es für uns Zeit in Richtung Süden zu unserem heutigen Zwischenziel
abzubiegen .

Maria Rain


Wir radeln nach „Maria Rain“, einer bekannten Wallfahrtskirche. Wir biegen im Stadtgebiet etwas zu früh ab und finden nicht sofort den richtigen Radweg. Leider ist in diesem Gebiet die Beschilderung noch etwas verbesserungswürdig. Maria
Andererseits entdeckt man bei solch kleinen Umwegen auch sehr viele interessante Ortschaften und markante Aussichtspunkte. Wichtig ist, dass die Richtung stimmt. So erreichen wir doch relativ schnell „Maria Rain“.

Maria Rain

Die sehenswerte Wallfahrtskirche und der fulminante Ausblick ins Drautal lassen in uns Freude aufkommen. Ein Kerzerl in der Kirche und wir fahren weiter. Jetzt müssen wir hinunter ins Drautal. Dies scheint schwieriger zu sein als es auf den ersten Blick aussieht.

Kleine „Irrfahrt“


Wir besichtigen im Zuge unserer „Irrfahrten“ den Ort bis zur Bundesstraße und entdecken eine Kraftwerksbaustelle. Der richtige Weg ist da noch nicht dabei.
Als wir zum dritten Mal an einer kleinen Kreuzung vorbeikommen, entdecken wir versteckt hinter einer Hecke die Beschilderung des Radweges.
Dieser Weg geht sehr steil in Serpentinen bergab und ist sicherlich bei Regenwetter schwierig zu befahren. Endlich sind wir an der Drau. Über das Kraftwerk „Ferlacher Stausee“ überqueren wir diese und sind somit am „echten“ Drauradweg.
Jetzt trennen uns noch ca 30 km vom Rosentaler Hof. Die Gefahr, dass wir uns nochmals verirren, scheint gebannt.

Entlang der Drau

Diese Strecke ist sehr interessant, schräge Brücken, kleine Buchten, Schotterfelder.
All dies ist entlang des Drauradweges zu sehen.
An diesem Tag hat unser Akku schon sehr viel leisten müssen. Daher nehmen wir uns nicht die Zeit einzelne Ortschaften zu besichtigen.

Dies wird an einem der folgenden Tage geschehen – bei einer „Fahrt ins Blaue“.

In der Nähe des Laufkraftwerkes Feistritz im Rosental gibt es die Möglichkeit auf die andere Seite der Drau zu wechseln und über Ludmannsdorf zur Brücke Selkach zu fahren. Diesen Weg haben wir ebenfalls bei unserer „Fahrt ins Blaue“ begutachtet.


Wir schaffen es trotzdem beim Draublickweg in St. Jakob im Rosental den Radweg zu „verlieren“. Das kommt vom Plaudern während der Fahrt 🙂
Wir radeln durch diesen wunderschönen Ort und erreichen mit letzter „Akkukraft“ das Landhotel Rosentaler Hof.
2 km Restreichweite, so knapp war es schon lange nicht mehr.

Relaxen


Die Fahrräder kommen in den Abstellraum, die Akkus an die Ladestation.
Wir freuen uns schon sehr auf den obligaten „Tee mit Kuchen“. Diesmal im parkähnlichen Gastgarten des Hotels. Schattenspendende Bäume, Bankerl, Hängesessel und gemütliche Tische lassen uns die wohlverdiente Stärkung genießen. Echte Gastgartenstimmung, nach den Regentagen ein Genuss!

Landhotel Rosentaler Hof – Gastgarten


Wir haben noch genügend Zeit bis zum Abendessen und begeben uns in den Hotelpark. Komfortable Liegen unter den Bäumen, ein großer Swimmingpool. Ruhe und Entspannung pur. Genauso stellt man sich Urlaub vor.

Landhotel Rosentaler Hof – Swimmingpool

Relaxt genießen wir anschließend unser 5-Gänge Abendmenü. Vortrefflich und abwechslungsreich.

Jetzt fehlt nur noch die optimale Runde für den Verdauungsspaziergang. Gleich neben dem Hotel geht eine kleine Straße Richtung Drau. Schöne Wohnhäuser, alte Bauernhäuser – bei einer Weggabelung zweigen wir auf die andere Seite des Mühlbaches und spazieren wieder Richtung Hotel. Bei einem kurzen Gespräch mit einem Einheimischen freuen wir uns, dass wir einerseits als Gäste willkommen sind und andererseits ein so schönes Stück Österreich gefunden haben.
Müde, aber glücklich kommen wir wieder in unser Rosenzimmer – und die Idee zur Tour des nächsten Tages nimmt Gestalt an – es wird der Ossiacher See sein.
Mit diesen Gedanken schlafen wir ein – und wir schlafen gut!

www.maximilian-zauner.info

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